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29.09.2013

AUF-GE-PASST!

Orchestermitglieder bereiten sich intensiv auf "Tischlein deck dich" vor!
 
Es ist bereits die dritte Orchesterprobe, die am letzten Samstag in den Räumlichkeiten des "Regenbogens" stattfindet. Knapp 40 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sitzen in Halbkreisen um Dirigent Detlef Loose und versuchen das umzusetzen, was er für die jeweiligen Instrumente komponiert hat.
Während einige Mitglieder "alte Hasen" sind, die bereits seit Jahren im Orchester mitspielen, gibt es wie in jedem Jahr auch einige neue Kinder. Es spielen längst noch nicht alle ihr Instrument perfekt - einige lernen erst seit knapp einem Jahr, wie die einzelnen Töne erzeugt werden. So auch die Klarinette, die mühevoll versucht, den Ton "h" zu finden. Zum Glück gibt es internetfähige Mobiltelefone, mit denen man ruck-zuck die Grifftabelle der Klarinette nachschlagen kann. Und schon erklingt zur Freude aller ein sattes "h" aus dem Holzblasinstrument.
"Auf-ge-passt", ruft Detlef Loose, "die Flöten müssen mitzählen! Ihr verpasst sonst garantiert euren Einsatz." Einen Haufen Flöhe zu hüten wäre manchmal sicherlich einfacher, als ein ganzes Orchester zu dirigieren. Doch Detlef Loose kennt seine Spieler schon ziemlich gut. Er weiß genau, wann er wo noch einmal den Einsatz geben muss und welche Instrumente einzelne Passagen so lange üben müssen, bis sie sitzen. "In den Ferien müsst ihr euch eure Noten noch einmal gründlich ansehen. Wir können schließlich nicht alles in Silberborn erarbeiten." Beharrlich zählt er den Rhythmus mit, gibt so kleinen wie großen Spielern die nötige Orientierung.
"Ist das denn nicht unglaublich anstrengend bei den Aufführungen - die ganze Zeit so konzentriert zu sein? Bist du da nicht aufgeregt, dass du dich verspielen könntest?", will eine kleine Sopranflöte von dem erfahrenen Geiger Paul Loose wissen. "Nee, das geht schon. Einmal tief durchatmen- dann geht´s dir gleich besser." "Und man hat ja auch immer mal wieder kleinere Pausen.", ergänzt Jasmin Hanke, schon seit vielen Jahren mit ihrer Querflöte dabei.
Dennoch - die Luft in dem Raum kann nach drei Stunden in kleine Häppchen geschnitten werden, die Konzentration ist aufgebraucht, Feierabend für heute. Aber nach den Ferien - da geht´s wieder los. Denn schließlich müssen zu den Aufführungen alle Stücke klingen...
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